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Nachricht 06. Mai 2021

Gottesdienst zum Sonntag Kantate

Gottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche in Osnabrück-Haste zum Sonntag Kantate, am 02.05.2021.Unter Mitwirkung von Inessa Kowert am Piano und Rüdiger Anlauf als Lektor. Die Predigt hält Pastor Stephan Kottmeier.
 
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Dritter Sonntag nach Ostern –Jubilate

Dritter Sonntag nach Ostern –Jubilate

 

VOTUM

Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. 

 

PSALM 66  

  1. Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich!
  2. Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke! 

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.

  1. Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. 
  2. Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.
  3. Er verwandelte das Meer in trockenes Land, / sie gingen zu Fuß durch den Strom; dort wollen wir uns seiner freuen.
  4. Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, / seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.
  5. Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, 9 der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten.

 

LIED: ALLEIN GOTT IN DER HÖH SEI EHR Zum Anhören und Mitsingen

https://www.youtube.com/watch?v=DvPat9XVmB8 

(link kopieren und bei youtube eingeben)

 

LESUNG AUS DER APOSTELGESCHICHTE 17,22-34  

22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: 

Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: 

Dem unbekannten Gott.

Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt.

  1. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 
  2. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.  26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten;  und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
  1. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. 
  2. Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. 
  3. Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.
  4. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.
  5. Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören. 33 So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. 

34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

 

ANSPRACHE

Liebe Gemeinde, 

 

„If I can make it there 

I'll make it anywhere 

It's up to you New York, New York.“ (FRANK SINATRA)

 

Ein legendäres Lied für eine legendäre Stadt. Mit knallharter Ansage, denn es bedeutet: In New Orleans magst du ein strahlender Stern sein, hier in New York dagegen bist du mit deiner Nummer eine Funzel. Das heißt aber auch: Wenn du es hier schaffst, dann schaffst du es überall. Umso höher ist hier der Anspruch an Mann und Werk. 

Nein, der Apostel Paulus ist nicht im Showbusiness. Er tritt nicht in seinem, sondern in Gottes Namen auf. Aber er trifft öffentlich auf. Der will etwas.

Anspruch an Mann und Werk. 

Nun also in Athen. Das legendäre Athen. Mag Rom das weltpolitische Zentrum der damaligen Welt sein, so ist Athen – immer noch – das kulturelle und religiöse Zentrum der Antike. Wer meint, intellektuell etwas drauf zu haben, sollte hier bestehen können. Schaffst du es hier, dann… na ja, Sie wissen schon. 

Die Lesung hat eine Vorgeschichte. Paulus wartet in Athen auf seine Mitarbeiter Silas und Timotheus. Also nutzt er die Zeit und lässt sich ein auf die berühmte Stadt mit seinen Skulpturen und Tempeln und Altären.  Bei deren Anblick kriegt Paulus die Wut. Nicht wegen der Ausführungen, handwerklich sind die 1A, nein, sondern wegen ihrer Motive: Sie zeigen alle möglichen Göttern, Halbgöttern, Helden.

Ich bitte Sie: Paulus ist Jude! Der hat von Kind auf gelernt, dass man sich doch kein Bildnis von Gott machen dürfe (das Thema hatten wir in der letzten zoom-Konferenz Konfirmandenunterricht). Es gibt für ihn nur einen einzigen Gott. Theologischer Singular also, nicht Plural! Völlig ausgeschlossen! Daher können dir Standbilder für ihn nur Götzendarstellungen sein.  Neben Juden und Gottesfürchtigen kommt er auch mit heidnischen Bürgern ins Gespräch, die er auf dem Markt antrifft. Hier führt er auch Streitgespräche mit Vertretern der zwei maßgeblichen philosophischen Schulen jener

Zeit. 

„Was will dieser Schwätzer eigentlich?“ „Anscheinend verkündet er irgendwelche fremden Gottheiten.“ „Jesus?“ „Auferstehung?“ Wie bitte? Von welchen Göttern redet er da? 

Und Paulus stellt das, was er von Gott her zu (anzu)sagen hat (= das EVANGELIUM), öffentlich vor. 

Dann folgt die Rede. Es ist durchaus nicht dumm, wie Paulus dabei vorgeht. Er will Brücken bauen. Er will das für die Hörer Fremde weniger fremd darstellen. Dazu muss er auf sie eingehen, damit sie ihn verstehen können. 

Rede: Bei meiner Tour die Stadt begegnete mir ein Altar. Darauf stand: 

„Für einen unbekannten Gott.“

„Der Gott, von dem ich euch erzähle, bringe ich nicht neu hierher, der ist längst hier. Den verehrt ihr bereits, ohne dass ihr es wisst.“

Und er erzählt aus der biblischen Heilsgeschichte, aber so, dass auch die heidnischen Gottesverehrer das aufnehmen können. Dass es z.B. einen Schöpfergott gibt, der den Kosmos (die Welt) gemacht hat, kann jeder Grieche nachvollziehen. 

So weit, so gut. 

Bis zu dem Punkt, an dem Paulus seine Hörer mit folgendem konfrontiert: 

  1. Gott will mehr als Gottesverehrung. Blumen am Altar abzulegen, reicht nicht. Er will eine Reaktion auf sein Tun (= Umkehr, Buße). 
  2. Diese Umkehrforderung ist ernstzunehmen, weil Gott einen Tag des Gerichts terminiert hat, in dem nach Gottes Gerechtigkeit gerichtet wird.
  3. Den Vorsitz über dieses Gericht hat ein nicht namentlich genannter Mann, der von den Toten auferweckt wurde und jedermann den Glauben angeboten hat.

Reaktion. „Auferstehung von den Toten?!“ An diesem Punkt schalten die Hörer ab. „Äh, ja, vielen Dank, ich glaube, ich muss dann jetzt doch langsam nach Hause, sonst brennt mir das Lamm über dem Feuer an. Vielleicht später einmal mehr. Gute Weiterreise und genießen Sie noch unser schönes

Athen!“

Mehr oder minder höflich gibt man Paulus damit zu verstehen, dass es beim Nicht-Verstehen geblieben ist und auch künftig bleiben soll.

Tja, lieber Leser, das klingt nach einem mäßigen Erfolg. Oder anders gesagt: Durchgefallen. Gewogen und für zu leicht befunden worden.  Paulus bzw. seine Osterbotschaft hat es in dem legendären Athen nicht geschafft. 

Man kann sich wundern, dass diese Geschichte eines Misserfolgs in der Bibel enthalten ist! Denn so richtig ermutigend geht das Ganze ja nicht aus. 

 

Vielleicht darf man das so verstehen: 

Christlicher Glaube muss Rede und Antwort stehen können. 

Er muss sich einlassen auf die, die es hören (wollen), und sich dabei ernstlich bemühen. 

Und auch wenn es manchmal so wirkt: Hinter unserer biblische Bildersprache steht in der Tiefe eine Botschaft göttlicher Lebensbejahung, die durch nichts, nicht einmal durch den Tod zerstört werden kann. Gott bringt uns zum Strahlen, wir verglühen eben nicht. Ohne diese Botschaft ist der christliche Glaube maximal eine Funzel. 

Ob die christliche Botschaft dann ankommt, entzieht sich allem Kalkül. Man kann sein Bestes geben, aber die Vollendung dessen liegt nicht in unserer Hand. Im damaligen Athen ging es daneben. Ohne Wenn und Aber. 

Das ist bisweilen niederschmetternd. 

Aber Gott kann allem eine Wendung geben. Das zeigt der Fortgang der Geschichte. Oder endet die Bibel etwa in Athen? 

Amen. 

 

LIED: GOTT GAB UNS ATEM, DAMIT WIR LEBEN (EG 432) Zum Anhören und Mitsingen: Liedtext wird eingeblendet  https://www.youtube.com/watch?v=Hp3aDuceNz8 

 

FÜRBITTEN Ewiger Gott, du atmest mit uns, du liebst und wir leben, du bist die Quelle. Dir vertrauen wir uns an.

 

Du machst neu, wo Altes enden muss. Wir bitten dich für alle, die aufbrechen und nach einem neuen Miteinander suchen. Wir bitten dich für alle, die in ihrem Alltag dem Frieden dienen. Wir bitten dich für alle, die für andere einstehen und sie schützen.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich!

 

Ewiger Gott, du gibst Leben, wo der Tod regieren will. Wir bitten dich für alle, die trauern und ohne Hoffnung sind. Wir bitten dich für alle, die mit dem Tod ringen und voller Schmerzen sind. Wir bitten dich für alle, die verzweifelt sind und deren Klagen verstummen.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich! 

 

Ewiger Gott, du begeisterst und weist uns ins Weite. Wir bitten dich für alle, die nach dir Ausschau halten, die sich an dir festhalten und die auf dein Wort hören.

Wir bitten dich für deine Gemeinde - für alle, die sich zu dir halten, und auch für die, die in Zweifel und Angst leben. Wir bitten dich für unsere Kinder und für alle, die zu uns gehören.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich!

 

Dir vertrauen wir an, was uns persönlich gerade am Herzen liegt.  Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich!

 

VATERUNSER

 

 

SENDUNG

„Ist jemand in Christus,  so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen,  siehe, Neues ist geworden.“ (2.Kor 5,17) Lobt Gott. 

Er hat euch neu geschaffen.

 

SEGEN  

Der HERR segne dich und behüte dich

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.  Amen. 

 

TIPP: MUSIK ZUM SONNTAG JUBILATE

 

J. S. BACH. Cantata "Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51

(Unbedingt die Aufführung mit Maria Keohane (Sopran): Tolle Stimme! 

https://www.youtube.com/watch?v=mM9lpVIC_JQ 

(link kopieren und bei youtube eingeben)

Gottesdienst für Sonntag 18.04.2021 Miserikordias Domini

Gottesdienst zum 2. Sonntag nach Ostern

In diesem Gottesdienst setzen wir das Thema von letztem Sonntag fort: der gute Hirte. Inssa Kowert begleitet uns an der Orgel. Lektorin ist Kerstin Strzelecki. Der Gottesdienst wird geleitet von Pastor Stephan Kottmeier

https://youtu.be/qZmoIH_NVZ8

Gottesdienst zum 1. Sonntag nach Ostern

 

Thema des Gottesdienstes: der gute Hirte und die niedergeschlagenen Jünger   -  Die Orgel ind er Paul-Gerhardt-Kirche wird gespielt von Inessa Kowert; Leitung und Predigt: Pastor Stephan Kottmeier;

Zum Anschauen können Sie auch auf folgenden Link klicken :

https://www.youtube.com/watch?v=WsdZHmKz6No

Gottesdienst zum Ostersonntag

Thema des Gottesdienstes: der Osterfriede! In dem Gottesdienst wirken von unserem Posaunenchor Sonnenblech mit: Rüdiger Anlauf, Ursula Rose, Martin Steinke, Stephan Kottmeier; klicken Sie auf folgenden Link:

https://youtu.be/X9IA1MZK6wk

Andacht für Gründonnerstag

Die Andacht für Gründonnerstag finden Sie hier am Gründonnerstag ab 15 Uhr